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S-Bahn-Chaos – Erhobener Zeigefinger von Verkehrsdezernent Franz reicht nicht aus

Die CDU-Regionsfraktion kritisiert die jüngste Pressemitteilung der Region Hannover zur angespannten Fahrzeugverfügbarkeit bei der S-Bahn Hannover als verspätete Reaktion auf ein seit Langem bekanntes Problem. Dass Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz den aktuellen Zustand nun öffentlich als „nicht akzeptabel“ bezeichnet, wirkt angesichts der seit Jahren anhaltenden Schwierigkeiten wenig glaubwürdig.

Seit dem Betreiberwechsel zu Transdev gehören Zugausfälle, verkürzte Züge und überfüllte Verbindungen für viele Pendlerinnen und Pendler zum Alltag. Aktuell stehen nur rund 50 der benötigten 64 Fahrzeuge zur Verfügung. Trotzdem hat die Regionsverwaltung viel zu lange zugesehen, statt frühzeitig konsequent Druck auf den Betreiber auszuüben. Die Folgen tragen jeden Tag die Fahrgäste, die sich in überfüllte Züge drängen oder auf ausgefallene Verbindungen reagieren müssen.

Der Vorsitzende der CDU-Regionsfraktion, Bernward Schlossarek, erklärt dazu: „Die aktuelle Empörung von Verkehrsdezernent Franz und der erhobene Zeigefinger gegenüber Transdev reichen nicht aus. Die Probleme bei der S-Bahn Hannover kommen nicht überraschend, sondern sind das Ergebnis jahrelanger Fehlentscheidungen und mangelnder Konsequenz seitens der Regionsverwaltung. Wer jetzt öffentlich Empörung äußert, muss sich fragen lassen, warum er nicht längst gehandelt hat.“

Unstrittig ist, dass Verspätungen und Störungen, die auf den schlechten Zustand der Infrastruktur zurückzuführen sind, nicht dem Betreiber angelastet werden können. In der Verantwortung des Betreibers liegen jedoch eine vorausschauende Instandhaltungs- und Einsatzplanung sowie stabile betriebliche Strukturen. Gerade in diesen Bereichen zeigen sich bei Transdev wiederkehrende Schwächen. Aus Sicht der CDU-Regionsfraktion hätte die Regionsführung diese Entwicklungen deutlich früher und entschiedener bei Transdev adressieren müssen.

„Die Region Hannover ist Auftraggeberin des S-Bahn-Systems und darf sich nicht darauf beschränken, Pressemitteilungen zu veröffentlichen und den Betreiber öffentlich zu ermahnen. Die Menschen erwarten von der S-Bahn einen verlässlichen Transport von A nach B – und keine Ausreden oder nachträglichen Ermahnungen“, so Schlossarek abschließend.

CDU-Fraktionsgeschäftsstelle

Hildesheimer Straße 20
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Tel.: 05 11/ 616- 2 21 90

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