„Die aktuelle Empörung von Verkehrsdezernent Franz und der erhobene Zeigefinger gegenüber Transdev reichen nicht aus. Die Probleme bei der S-Bahn Hannover kommen nicht überraschend, sondern sind das Ergebnis jahrelanger Fehlentscheidungen und mangelnder Konsequenz seitens der Regionsverwaltung. Wer jetzt öffentlich Empörung äußert, muss sich fragen lassen, warum er nicht längst gehandelt hat.“
Die jahrelange Verzögerung der P+R-Erweiterung am Bahnhof Ahlten steht exemplarisch für eine Verkehrspolitik, die ambitionierte Ziele formuliert, deren Umsetzung jedoch im Verwaltungsverfahren steckenbleibt. Wer den Umstieg auf den ÖPNV ernsthaft will, muss auch für funktionierende Park-and-Ride-Strukturen sorgen. Die Regionsverwaltung schuldet den Bürgerinnen und Bürgern endlich Klarheit, Verbindlichkeit und ein Ende des dauerhaften Vertröstens.
"Dass gleich eine komplette Linie über Wochen ausfällt, ist nicht hinnehmbar. Seit der vollständigen Übernahme des S-Bahn-Betriebs durch Transdev im Jahr 2022 ist die Verlässlichkeit im Netz spürbar zurückgegangen. Die jetzige Situation ist ein neuer Tiefpunkt und offenbart ein Maß an Unprofessionalität, das Fahrgäste zu Recht fassungslos zurücklässt."
Nach Einarbeitung aller beschlossenen Änderungen
wurde im April ein interfraktioneller Änderungsantrag der vier Parteien präsentiert. Mit
dem heutigen Beschluss in der Regionsversammlung liegt jetzt die endgültige Fas-
sung des strategischen Planwerks vor.
Die Pünktlichkeitswerte und Ausfallzahlen von Transdev sprechen eine deutliche Sprache. Transdev muss noch mehr Engagement an den Tag legen, um die vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen.
„Es ist eine gute Nachricht, dass Arbeitgeber in der Region Hannover künftig die Möglichkeit haben, ihren Beschäftigten das 49-Euro-Ticket noch günstiger als Jobticket anzubieten. "
Gute Verkehrspolitik muss allen Bürgerinnen und Bürgern ein Angebot machen. Mit den Erhöhungen der Parkplatzgebühren verfolgt die Stadtspitze offenbar die Absicht, das einseitige Experiment der autofreien Innenstadt voranzutreiben. Ich halte es für ein sozialpolitisch fatales Signal, in Zeiten der Inflation weiter an der Gebührenschraube zu drehen. Wir sollten die Bürgerinnen und Bürger weniger belasten.
„Mit unserem Antrag fordern wir die Regionsverwaltung auf, dringend zu prüfen, welche Möglichkeiten es gäbe, insbesondere Nutzer und Nutzerinnen von Monatskarten zu entschädigen über die geltenden - in dieser Situation unzureichenden - Regelungen hinaus. Und siehe da, die Verwaltung zeigt sich offen, sieht aber aktuell Schwierigkeiten in der Abgrenzung der Geschädigten,“ so Groseck zum Inhalt des Antrags.
Welcher Bedarf an Radabstellmöglichkeiten besteht nach Schätzung der Regionsverwaltung regionsweit? Wie hoch schätzt die Regionsverwaltung den perspektivischen Bedarf (bis 2030) an Fahrradstellplätzen an allen Bahnhöfen in der Region Hannover insgesamt ein? Mit wie vielen weiteren neuen Fahrradparkhäusern mit über 50 Stellplätzen rechnet die Regionsverwaltung bis 2040, und wie hoch ist die zusätzliche Gesamtstellplatzkapazität dieser neuen Fahrradparkhäuser?