Die schwere Messerattacke an einer Stadtbahnhaltestelle in Leinhausen am Freitagabend verdeutlicht erneut, wie dringend mehr Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr der Region Hannover erforderlich ist. Der Vorfall bestätigt die wachsenden Sorgen vieler Fahrgäste, die sich besonders an Haltestellen und in den Abendstunden unsicher fühlen.
Bernward Schlossarek, Vorsitzender der Gruppe CDU/FDP, erklärt: „In der Regionsversammlung am 16.12.2025 haben wir bereits auf diese Entwicklung hingewiesen und die Einrichtung einer Waffenverbotszone im gesamten ÜSTRA-Verkehrsverbund an allen Haltestellen (in allen Bussen, Bahnen und allen Haltepunkten) gefordert. Der aktuelle Vorfall in Leinhausen zeigt auf dramatische Weise, dass wir beim Thema Sicherheit im ÖPNV nicht länger zögern dürfen. Wer Bus und Bahn nutzt oder dort Zivilcourage zeigt, muss sich darauf verlassen können, dass alles getan wird, um solche Taten zu verhindern“.
Damit mehr Menschen Busse und Bahnen nutzen, muss der ÖPNV ein hohes Maß an Sicherheit aufweisen. In den vergangenen Jahren kam es im Nahverkehr der Region Hannover jedoch wiederholt zu Vorfällen mit Waffen. Laut einer Befragung des Landeskriminalamt Niedersachsen fühlen sich 60,1 Prozent der Befragten nachts in öffentlichen Verkehrsmitteln unsicher, an Haltestellen sogar 65,7 Prozent.
Die Gruppe CDU/FDP hatte die Waffenverbotszone als präventive Maßnahme vorgeschlagen, um die Gefährdungslage zu reduzieren und das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste sowie des Fahrpersonals zu stärken. Gleichzeitig sollte damit eine klare Botschaft gesendet werden: Gewalt und Waffen haben im öffentlichen Nahverkehr nichts verloren!
Umso unverständlicher ist es aus Sicht der Gruppe, dass die rot-grüne Mehrheit in der Regionsversammlung diesen Antrag abgelehnt hat. Angesichts der aktuellen Ereignisse ist es notwendig, diese Entscheidung zu überdenken und die Einrichtung einer Waffenverbotszone erneut auf die Tagesordnung zu setzen. „Jedes Messer, das künftig aus dem Verkehr gezogen wird, bedeutet ein Plus an Sicherheit. Wir haben keine Zeit, auf einen Erlass der Landesregierung oder auf die Erkenntnisgewinne von Sozialdemokraten und Grünen in der Regionsversammlung zu warten. Deshalb fordern wir als Gruppe CDU/FDP erneut, kurzfristig die Voraussetzungen für eine Waffenverbotszone im gesamten ÜSTRA-Bereich zu schaffen“, so Schlossarek abschließend.
