Der S-Bahn-Betreiber Transdev hat kurzfristig angekündigt, die S-Bahn-Linie 4 zwischen Hannover Hauptbahnhof und Bennemühlen bis zum 1. Februar 2026 vollständig einzustellen. Als Gründe werden witterungsbedingte Schäden sowie technische und personelle Kapazitätsengpässe genannt. Für die CDU-Regionsfraktion ist dieser erneute Ausfall ein inakzeptabler Zustand.
„Wieder einmal werden tausende Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Berufstätige im Norden der Region Hannover im Stich gelassen. Dass gleich eine komplette Linie über Wochen ausfällt, ist nicht hinnehmbar. Seit der vollständigen Übernahme des S-Bahn-Betriebs durch Transdev im Jahr 2022 ist die Verlässlichkeit im Netz spürbar zurückgegangen. Die jetzige Situation ist ein neuer Tiefpunkt und offenbart ein Maß an Unprofessionalität, das Fahrgäste zu Recht fassungslos zurücklässt“, erklärt Jessica Borgas, CDU-Regionsabgeordnete aus der Wedemark.
Für viele Fahrgäste gehören Zugausfälle, kurzfristige Fahrplanänderungen und unzureichende Ersatzverkehre inzwischen zum Alltag. Aus Sicht der CDU-Regionsfraktion reiht sich die vollständige Einstellung der Linie S4 in eine Serie struktureller Probleme ein. Die Verantwortung hierfür sei jedoch nicht allein dem S-Bahn-Betreiber oder äußeren Umständen zuzuschreiben. „Der sozialdemokratische Regionspräsident trägt die Gesamtverantwortung für den S-Bahn-Verkehr in der Region Hannover. Statt die Probleme aber frühzeitig zur Chefsache zu machen, hat er das Thema jahrelang links liegen lassen und widmet sich inzwischen lieber dem Wahlkampf in Berlin“, so Borgas weiter.
Claudia Hopfe, CDU-Regionsabgeordnete aus Langenhagen, ergänzt: „Wer in der Region Hannover auf die S-Bahn angewiesen ist, wird derzeit auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar. Die Menschen brauchen einen verlässlichen Nahverkehr, auf den sie sich im Alltag verlassen können. Besonders problematisch ist dabei die sehr kurzfristige Ankündigung der Ausfälle, die es den Fahrgästen nahezu unmöglich macht, Beruf, Schule und Familie vernünftig zu planen.“
Helmut Lübeck, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Regionsfraktion aus Isernhagen, ergänzt abschließend: „Ein stündlicher Schienenersatzverkehr ist völlig unzureichend und wird der Bedeutung dieser Strecke in keiner Weise gerecht. Wir haben deshalb bei der Regionsverwaltung angemahnt, die Taktung deutlich zu erhöhen und besser auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abzustimmen.“
