Die Menschen in Lehrte haben Anspruch auf eine ehrliche Bewertung der tatsächlichen Versorgungssituation und nicht auf politische Beruhigungspillen aus dem Regionshaus – und auf die Gewissheit, dass bestehende Probleme nicht hinter neuen Schildern und neuen Namen verschwinden.
Der Heilpflanzengarten ist in der Stadt Lehrte ein seit Jahren etabliertes, öffentlich zugängliches Projekt mit hoher ökologischer, sozialer und bildungsbezogener Bedeutung, das maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement getragen wird. Im Kontext der aktuellen Entwicklungen besteht jedoch weiterhin erhebliche Unsicherheit über seine Zukunft.
Es ist nicht akzeptabel, dass für ein erfolgreiches und öffentlich geschätztes Projekt weiterhin keine verlässliche Perspektive besteht.
Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage der Region Hannover, der Schließung des Klinikums Lehrte und der geplanten Umwandlung in ein RGZ stellen sich grundlegende Fragen zur Übertragbarkeit des Modells Gandersheim, zur finanziellen Tragfähigkeit sowie zu möglichen Risiken für die Region Hannover und die Kommunen.
„Wir stehen an der Seite der Lehrter Ärztinnen und Ärzte“, betont Schlossarek. „Ihr offener Brief verdeutlicht, dass die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichen. Wir fordern, dass die Region Hannover endlich handelt und eine verlässliche Notfallversorgung sicherstellt.“
„Unfälle und Notfälle passieren rund um die Uhr. Wer am Wochenende oder nachts dringend medizinische Hilfe benötigt, darf nicht auf überfüllte Notaufnahmen in weit entfernten Krankenhäusern angewiesen sein“, betont Schlossarek. „Wir fordern daher eine echte Alternative: eine durchgehende chirurgische Notfallversorgung in Lehrte – sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.“