Gerade in einer Flächenkommune wie Springe mit ihren weit verstreuten Ortsteilen ist eine flächendeckende, schnelle Notfallversorgung essenziell. Die zugesicherte Hilfsfrist von 15 Minuten in 95 % der Fälle wird mit nur einem RTW in der Nacht schwer aufrechtzuerhalten sein – besonders, wenn gleichzeitig in anderen Kommunen ähnliche Einsparungen greifen und gegenseitige Unterstützung nicht mehr zuverlässig gegeben ist.
Die medizinische Versorgung im Osten der Region Hannover bleibt ein dringendes Thema. Am 11. Februar wurde im Gesundheitsausschuss der Region erneut über die Notfallversorgung in Lehrte diskutiert. Die Gruppe CDU/FDP hatte beantragt, die chirurgische Notfallversorgung in Lehrte auf eine 24/7-Versorgung auszuweiten – doch die Mehrheitsfraktionen von SPD und Grünen lehnten den Antrag ab.
Die Gruppe CDU/FDP hat mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass das Rettungswegekonzept in der Strategie nicht ausgereift ist und dies lebensbedrohlich für die Patientinnen und Patienten in der Region Hannover werden kann. Ein angebliches Wundermittel wie die mobile Stroke Unit wird dabei nicht helfen.
Die CDU wird weiter konstruktiv an der Verbesserung der medizinischen Versorgung der Region Hannover arbeiten und dabei die Belange des Umlandes nicht aus den Augen verlieren.
Die Taktik ist nicht neu. Erprobt wurde sie von Sozialdemokraten und Grünen erstmals bei der Schließung des Klinikums Springe. Man beschließt zunächst mit der Mehrheit in der Regionsversammlung die Schließung eines Krankenhauses und verspricht dann als Ersatz eine medizinische Alternative in Form einer Notfallambulanz bzw. eines Versorgungszentrums, die sich allerdings nicht realisieren lässt. Der Clou ist: Die Schuld am Scheitern dieser ambitionierten Pläne haben dann aber andere. Das...
Die Medizinstrategie 2030 hat die Probleme der KRH zwar aufgenommen und dargestellt, aber dennoch sind wir von den vorgestellten Ansätzen, welche die Probleme lösen sollen, nicht überzeugt.