Ich selbst war in dieser Zeit als Besucher in einem Krankenhaus der Klinikum Region Hannover GmbH (KRH). Dabei musste festgestellt werden, dass weder die Zufahrten zum Klinikgelände noch der Parkraum in einem verkehrssicheren Zustand waren. Schnee und Eis waren teilweise nicht oder nur unzureichend geräumt, was insbesondere für Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeitende eine erhebliche Gefährdung darstellte.
„Es wurde in der Regionsversammlung damals emotional und kontrovers diskutiert, aber die Entscheidung, die Voraussetzungen für eine optimale Gesundheitsversorgung zu schaffen, war absolut richtig“, betont Krach. Die Region habe eine Vorreiterfunktion eingenommen.
„Bargeld ist ein gesetzliches Zahlungsmittel und ein Krankenhaus in öffentlicher Trägerschaft muss gewährleisten, dass Menschen vor Ort problemlos damit bezahlen können. Eine vollständige Abschaffung der Barzahlung fürs Parken ist unsozial, nicht bürgerfreundlich und rechtlich höchst fragwürdig“
Die von der Region Hannover einst versprochene Verbesserung der ambulanten Versorgung ist kaum mehr als ein leeres Versprechen geblieben. Der damals ins Leben gerufene Runde Tisch blieb ohne nennenswerte Ergebnisse. Statt spürbarer Verbesserungen für die Bevölkerung gibt es lediglich ein kleines MVZ. Der Rettungsdienst orientiert sich inzwischen Richtung Hameln und Hildesheim – und eben nicht primär nach Gehrden, wie es ursprünglich angekündigt wurde.
Die CDU kritisiert, dass die nach der Schließung des Krankenhauses Springe vor zehn Jahren angekündigte Erweiterung der Notaufnahmekapazitäten in der südlichen Region noch immer nicht umgesetzt wurde. „Die Verantwortlichen dürfen die Probleme nicht länger aussitzen. Wir brauchen endlich Taten, um die Versorgung in Springe nachhaltig zu verbessern“
„Auch, wenn dieser Sommer nicht ganz so heiß war wie die letzten, so reicht es nicht, auf Neubauten in ferner Zukunft zu verweisen. Wir brauchen jetzt praktikable Lösungen für die bestehenden Gebäude“, betont Gruppenvorsitzender Schlossarek. „Die Region Hannover darf beim Schutz von Patienten und Personal nicht länger planlos agieren.“
Zur aktuellen Zwischenbilanz der Geschäftsführung des Klinikums Region Hannover (KRH) zur Umsetzung der Medizinstrategie 2030 äußert sich die Gruppe CDU/FDP in der Regionsversammlung mit deutlicher Kritik. „Die Medizinstrategie 2030 wird als großer Wurf verkauft – doch das KRH gleicht weiterhin einem Patienten, der nur durch regelmäßige, millionenschwere Finanzspritzen der Region Hannover am Leben gehalten werden kann“, so Bernward Schlossarek, Vorsitzender der Gruppe CDU/FDP....
Gerade in einer Flächenkommune wie Springe mit ihren weit verstreuten Ortsteilen ist eine flächendeckende, schnelle Notfallversorgung essenziell. Die zugesicherte Hilfsfrist von 15 Minuten in 95 % der Fälle wird mit nur einem RTW in der Nacht schwer aufrechtzuerhalten sein – besonders, wenn gleichzeitig in anderen Kommunen ähnliche Einsparungen greifen und gegenseitige Unterstützung nicht mehr zuverlässig gegeben ist.