Angesichts des Inkrafttretens des KRITIS-Dachgesetzes am 17. März 2026 sowie aktueller Erkenntnisse über die Anfälligkeit hochdigitalisierter Infrastrukturen (z.B. Hackerangriff oder länger andauernde Stromausfälle) stellt sich die Frage, inwieweit der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) auf entsprechende Szenarien vorbereitet ist und die neuen gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage der Region Hannover, der Schließung des Klinikums Lehrte und der geplanten Umwandlung in ein RGZ stellen sich grundlegende Fragen zur Übertragbarkeit des Modells Gandersheim, zur finanziellen Tragfähigkeit sowie zu möglichen Risiken für die Region Hannover und die Kommunen.
Die Notfallversorgung in der Stadt Lehrte steht seit der Schließung des Klinikums Lehrte weiterhin im Fokus der öffentlichen Diskussion. Durch den Wegfall der wohnortnahen stationären Notfallversorgung haben sich die Transportwege für Rettungswagen deutlich verändert. Notfallpatientinnen und -patienten werden inzwischen überwiegend in Kliniken in Hannover, Großburgwedel, Peine oder weitere umliegende Krankenhäuser gebracht.
Neben pandemischen Lagen betreffen auch andere übertragbare Erkrankungen – etwa Influenza, Masern, Tuberkulose, Keuchhusten, Hepatitis, Norovirus-Infektionen oder sexuell übertragbare Erkrankungen die Bevölkerung in der Region Hannover.
Um ein Seuchengeschehen frühzeitig zu erkennen, wurde in der Regionsversammlung am 01.04.2025 die Zahlung einer Prämie an Jagdausübungsberechtigte für die Beprobung beschlossen. Vom 01.04.-31.08.2025 wurde kein stück Unfallwild und lediglich zwei Stücke Fallwild auf ASP untersucht- Grund für eine Anfrage.
Hintergrund ist die unzureichende Vorbereitung deutscher Kliniken auf Krisen- und Verteidigungsfälle sowie die Gefahr gezielter Angriffe auf die medizinische Infrastruktur. Zugleich zeigt die Berichterstattung, dass selbst bei prestigeträchtigen Projekten wie dem Neubau der Medizinischen Hochschule Hannover entsprechende Schutzmaßnahmen bislang nicht vorgesehen sind und Krankenhausbetreiber sich zu konkreten Planungen zurückhaltend äußern.
Das sind keine bloßen „baulichen Mängel“ mehr, sondern potenzielle Gesundheitsgefahren, insbesondere für Kinder. Das Gesundheitsamt der Region Hannover hat als zuständige Fachbehörde die Aufgabe, gesundheitliche Gefahren für die Bevölkerung abzuwehren und Gefahrenlagen zu bewerten, auch in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen. Diese Zuständigkeit besteht unabhängig davon, wer Eigentümer oder Träger der betreffenden Gebäude ist.
Die von der Region Hannover einst versprochene Verbesserung der ambulanten Versorgung ist kaum mehr als ein leeres Versprechen geblieben. Der damals ins Leben gerufene Runde Tisch blieb ohne nennenswerte Ergebnisse. Statt spürbarer Verbesserungen für die Bevölkerung gibt es lediglich ein kleines MVZ. Der Rettungsdienst orientiert sich inzwischen Richtung Hameln und Hildesheim – und eben nicht primär nach Gehrden, wie es ursprünglich angekündigt wurde.
„Auch, wenn dieser Sommer nicht ganz so heiß war wie die letzten, so reicht es nicht, auf Neubauten in ferner Zukunft zu verweisen. Wir brauchen jetzt praktikable Lösungen für die bestehenden Gebäude“, betont Gruppenvorsitzender Schlossarek. „Die Region Hannover darf beim Schutz von Patienten und Personal nicht länger planlos agieren.“