„Die Regionsverwaltung versucht offenbar, den gesetzlichen Anspruch auf dem Papier zu erfüllen, obwohl sie selbst einräumt, dass die Voraussetzungen vor Ort gar nicht vorhanden sind. Das ist keine verantwortungsvolle Bildungspolitik, sondern reine Symbolpolitik zulasten von Kindern mit Förderbedarf und ihren Familien“, urteilt Schlossarek.
Der tatsächliche Umsetzungsstand und die Vorbereitung der Einrichtungen in der Region Hannover sind dabei von großem Interesse, um sicherzustellen, dass die gesetzlichen Vorgaben fristgerecht und bedarfsgerecht erfüllt werden können. Insofern muss die Region die räumlichen und sächlichen Voraussetzungen für die Ganztagsangebote realisieren. Daher frage ich die Regionsverwaltung, wie sich der aktuelle Sachstand für die Umsetzung des Rechtsanspruchs an den zehn Förderschulen GE.
Dieser Anspruch umfasst eine tägliche Betreuung von acht Stunden an fünf Werktagen – auch während der Schulferien – und zielt darauf ab, die kindliche Entwicklung zu fördern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern sowie die bestehende Betreuungslücke zwischen Kita und Schule zu schließen.
„Wir sehen hier die Quittung für jahrelanges Zögern: marode Gebäude, steigende Kosten und verfehlte Klimaziele“, bewertet der Fraktionsvorsitzende die Datenlage. „Das ist weder ökologisch noch wirtschaftlich verantwortbar.“
Die rot-grün geführte Regionsverwaltung wird den Rechtsanspruch auf Ganztag an der Förderschule Calenberger Schule in Pattensen nicht rechtzeitig umsetzen können. Dies geht aus der aktuellen Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der CDU-Regionsfraktion hervor. „Es ist frustrierend, dass die Regionsverwaltung trotz klaren Auftrags nicht in der Lage ist, die Voraussetzungen für eine Ganztagsbetreuung rechtzeitig zu schaffen. Seit sieben Jahren liegen die Bedarfe auf dem Tisch –...
„Was wir hier erleben, ist ein politisches Versagen mit Ansage. Der Rechtsanspruch gilt für alle Kinder im Grundschulkinder in Deutschland - ausdrücklich auch für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Doch ausgerechnet diese Kinder und ihre Familien werden flächendeckend benachteiligt“
Der Amokalarm hat am 29.08.2025 für zwei Stunden die Förderschule auf der Bult in Angst und Schrecken versetzt. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es einen technischen Defekt gab, welcher die Warnanlage auslöste. Dazu haben wir einige Fragen im Hinblick auf die Zukunft und den Umgang damit.
„Während andere Kommunen längst in die Umsetzung gestartet sind, befindet sich die Region Hannover weiterhin im Planungsmodus. Das ist ein Armutszeugnis für die Verwaltungsführung.“
Die nun vorliegende Antwort der Regionsverwaltung zeigt, dass für die Gutzmannschule bis heute kein genehmigtes Ganztagskonzept vorliegt.