Do

07

Apr

2011

CDU: Politik und Schulleiter in einem Boot

Informationsaustausch zwischen CDU-Fraktion und Vertretern der regionseigenen Förderschulen

 

„Grundsätzlich sind wir einer Meinung“, erklärt Gabriela Kohlenberg, Regionsabgeordnete aus Springe und Mitglied im Schulausschuss, „ dass die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention in der Region Hannover behutsam geschehen muss.“

Bei dem informellen Treffen zwischen CDU-Regionsfraktion und Vertretern der Förderschulen wollten die Fraktionsmitglieder mit den Betroffenen in Austausch treten. Die Diskussion ergab, dass die Förderschulen, obwohl noch keine landesgesetzlichen Vorgaben vorliegen, unter einem erheblichen Druck stehen. „Ich kann den Wunsch der Eltern nach integrativer Beschulung verstehen“, so Kohlenberg, „habe aber bei manchen Schülerinnen und Schülern die Sorge, dass diese an den großen Regelschulen untergehen könnten. Im Mittelpunkt muss eine intensive Betreuung stehen, das Lernen in kleinen und stabilen Gruppen ist für diese Schülerinnen und Schüler von erheblicher Bedeutung. Behinderte Kinder müssen dort gefördert werden, wo dies mit den besten Erfolgsaussichten geschieht. Da kann die allgemein bildende Schule oder die Förderschule die optimale Lösung sein. Die CDU unterstützt daher den behutsamen Ausbau der gemeinsamen Beschulung und die Entwicklung passgenauer Lösungen für jedes Kind.“

Die Regionsabgeordnete setzt sich daher dafür ein, dass auch künftig die Eltern die Möglichkeit haben, ihr Kind in Förderschulklassen zu schicken. „Förderschulen passen zwar nicht in die sozialdemokratische Phantasie nach ‚Einer Schule für Alle‘, aber wir wollen die Wahlfreiheit zwischen allgemeinen Schulen und Förderschulen erhalten. Die Förderschulen müssen auch zukünftig ein verlässlicher Bildungsort sein, um gesellschaftliche Integration und individuelle, bedarfsorientierte Förderung zu ermöglichen. Dort leisten die Lehrer und Mitarbeiter eine hervorragende Arbeit. Ideologische Gleichheitsphantasien, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben, gehen in die falsche Richtung. Integration und Inklusion können nur in einem langwierigen Prozess erreicht werden, der inhaltlich gestaltet werden muss, erklärte Kohlenberg.

In diesem Zusammenhang betonte sie, dass die zurzeit diskutierte Aufhebung der regionseigenen Förderschulen Sprache ein Irrweg sei. Es sei auch künftig besser und richtiger, Sprachstörungen schon in den Sprachheilkindergärten zu diagnostizieren und betroffene Kinder sofort in Förderklassen einzuschulen. Unsinnig sei es dagegen, Kinder erst in eine Grundschule zu geben und dann zu schauen, wie man die Kinder fördern könne. Die Eltern sollten auch künftig die Möglichkeit haben, ihr Kind freiwillig in Sprachheilklassen unterrichten zu lassen.

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